Anahita Teymorian schreibt in ihrer Nachricht am Schluss ihres Buchs „Es ist Platz für alle“, dass ihre Katze ihr Brot gefressen hat, als sie entnervt von den Nachrichten im Fernsehen begann, diese Geschichte zu erzählen. Also hatte sie in Teheran Platz für eine Katze. Sie hat die Katze sehr gern, so wie später ihren Mann und ihre Tochter.
Eigentlich gäbe es auf diesem Planeten genügend Platz, mehr noch: öffentlichen Raum, für alle Menschen und, wenn ich das ergänzen dürfte, auch für alle Tiere. Auf vielen bunten Seiten mit groß gestalteten Figuren und Plätzen widerlegt Anahita Teymorian die täglich zu hörende Behauptung, dass die Menschen nicht genügend Platz hätten, und mit ihnen die Staaten und Nationen, die Weltanschauungen und Religionen, die Armen und die Reichen, die Dummen und die G’scheiten.
Das wäre doch was: den Herrscherinnen und Herrschern dieser Welt dieses Buch vorzulesen. Damit sie und ihre Verbündeten mit ihrer Gier und ihrem Geschrei aufhören.
Zu: Anahita Teymorian: Es ist Platz für alle. Heidelberg: Carl Auer 2018. (Persönliche Leseempfehlung Kinder: ab S)
Link zum Buch: https://www.carl-auer.de/es-ist-platz-fur-alle
Ungefähre Lese-Altersangabe
S: klein bis 6 Jahre.
M: 6 bis 12 Jahre.
L: 10 bis …
Im Übrigen sollten Erwachsene Kinderbücher lesen.
