Yuki liest! Und alle lesen mit.

„Yuki liest!“ fördert Lesen und Literatur.

Brombeeren für Rutka

Der Beginn des Projekts

In diesem Erinnerungsprojekt beschäftigen wir uns mit der 4b der VS Münnichplatz mit dem Tagebuch der 14jährigen Rutka Laskier aus dem Jahr 1943.

Am ersten Projekttag haben wir das Beet im Schulgarten für den Winter hergerichtet und viel über Brombeeren und Himbeeren gelernt. Schöne Bilder werdendie Beete zieren. Beim zweiten Projekttag haben wir ausgewählte Stellen aus dem Tagebuch von Rutka Laskier gelesen und uns intensiv mit dem Text, mit uns unbekannten Worten beschäftigt und unsere Fragen für den Besuch in der öffentlichen Bücherei zusammengestellt.

Das Projekt

Das Tagebuch von Rutka Laskier und die zunächst literarische Beschäftigung mit dem Schicksal der 1943 im KZ Auschwitz ermordeten 14-Jährigen war der Ausgangspunkt für die individuelle und in Kleingruppen erfolgte schriftliche Reflexion der Umstände ihres Lebens und die Annäherung an ihre Person. Anschließend wurden Fragen und Hintergrundinformationen für die weitere Recherche erarbeitet und in der örtlichen Bücherei recherchiert.

Im Schwerpunkt der Literaturarbeit wurde die individuelle Beschäftigung mit dem Thema bewusst gefördert und die gemeinsame Reflexion in der Gruppe vorbereitet. Bei der Recherche standen die gemeinsame Beschaffung, der Gegen-Check und die Aufbereitung von Informationen im Zentrum.

Basierend auf den Notizen aus der Bücherei wurden kurze Stellungnahmen zu Rutka Laskier und den Themen „Frauen und Kinder im Krieg“, „Ideologie und Judentum“ sowie „Tagebuch“ verfasst. Porträts von Rutka wurden gezeichnet und nach einer Erörterung des Themas Tagebuch Seiten aus ihrem Tagebuch grafisch und als transkribierter Text reproduziert und zu Informationstafeln gestaltet.

Während des gesamten Projekts wurden gleichzeitig Brombeeren im eigenen kleinen Schulgarten angepflanzt. Vor der Präsentation am 11. Juni 2026 wurden verschiedene Sprechübungen ausprobiert, und die SchülerInnen referierten den Verlauf des Projekts und trugen die Ergebnisse vor. Dabei wurde das Brombeerbeet feierlich und mit Urkunden an die nachfolgende Klasse übergeben.

Die Weitergabe des Projekts an eine nachfolgende Klasse, die klassenübergreifende und in der ganzen Schule sichtbare Präsentation des Projekts und seiner Inhalte machten den SchülerInnen bewusst, dass ihre Arbeit wichtig ist und wertgeschätzt wird. Sie verschwindet nicht in den Heften, sondern bleibt für lange Zeit sichtbar und kann von allen nachvollzogen werden. Zusammen mit den Brombeeren sind sie eine inhaltlich wertvolle und poetische Erinnerung an die 4b.

Kann über Nationalsozialismus und Faschismus, Gewalt und Krieg mit Kindern gesprochen werden? „Brombeeren für Rutka“ zeigt, dass mit ihnen nicht nur gesprochen werden kann, sondern dass sie auch miteinander und mit Erwachsenen sprechen wollen.

Dank an

Vielen Dank an die Klassenlehrerin Katharina Fiala und die Direktorin der Schule Halilbasic Direktorin BEd und an den OeAD für die freundliche Unterstützung unseres gemeinsamen Projekts.

Bild OeaD

Fotos

 

Informationstafeln „Brombeeren für Rutka“

Informationstafeln „Brombeeren für Rutka“

Einweihung im Schulgarten mit der 4b und „Yuki liest“

Einweihung im Schulgarten mit der 4b und „Yuki liest“

 

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