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Letzte Nacht

Cover von "Die unsichtbare Leine"

Die unsichtbare Leine

Etwas Schweres legte sich eines Nachts zu meinen Füßen auf mein Bett. Selbst der kleinen Katze fiel es auf. Nach so vielen Jahren hatte ich das Gefühl, dass mein treuer Begleiter aus Kindertagen wieder zu mir gekommen war. Wenn auch nur für diese Nacht. Aber nein, eigentlich war er immer da.

Als Kinder müssen wir erst lernen, mit unseren Gefühlen umzugehen. Als Erwachsene sollten wir das Denken auch dafür verwenden, unsere Gefühle zu unterscheiden.

Tiere helfen uns dabei, und selbst dann, wenn sie nicht mehr bei uns sind, bleiben wir mit ihnen verbunden. So wie Toni mit seinem besten Freund Jojo, er lernt es von Emily, sie vermisst ihre Katze Rexie. Ihr Opa sagt, dass die „unsichtbare Leine“ „bis an einen Ort [reicht], den wir mit unseren Augen nicht sehen können … bis dorthin, wo unsere Tiere jetzt sind“. Sie verbindet uns über die Grenzen unserer Welt hinweg mit unseren Tieren.

Möglicherweise hätte eine feinfühligere Übersetzung von „leash“ mit „Band“ dem Thema hierzulande mehr entsprochen, und Tiere verbinden sich nach ihrem Tod nicht nur mit uns, wenn wir monotheistischen Religionen angehören. Tiere kommen ohnehin immer nur dann zu uns, wenn sie es möchten: zumindest im Traum. Das spendet Trost.

Zu: „Die unsichtbare Leine“ von Patrice Karst und Joanne Lew-Vriethoff. Berlin: Adrian und Wimmelbuchverlag 2025. (Persönliche Leseempfehlung Kinder: S-M)

Ungefähre Lese-Altersangabe
S: klein bis 6 Jahre.
M: 6 bis 12 Jahre.
L: 10 bis …
Im Übrigen sollten Erwachsene Kinderbücher lesen.

 

 

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